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seelenwelt's Tagebuch
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Februar 2012
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| Eintrag von seelenwelt
am 16.2.2012 |
Frust.
Die letzten Wochen bin ich nur noch erschöpft und genervt. Die Arbeit raubt mir gerade so unglaublich viel Energie. Mangels adäquater Führung sinkt die Stimmung hier die letzten Monate stetig. Kleinkämpfe untereinander. Missverständnisse, die entstehen, weil keine Linie, kein Rahmen vorgegeben wird. Völlige Inkonsequenz und daraus resultierende Wildwüchse. Und ich dazwischen: als jemand, der jede Stimmung mitkriegt, sich dagegen nicht abschirmen kann und noch dazu für alles und jeden verantwortlich fühlt. Müsste ich sicher nicht - aber ich sitze leider an einer Stelle, die zum Auskotzen geradezu gemacht ist und die Menschen, die hier reinkommen und mir ihr leid klagen, mag ich und möchte sie nicht rausschmeißen. Viele Krisengespräche mit Vertrauten und welchen, die den Laden hier schon länger kennen. Wir alle sehen unsere Abteilung vor die Wand fahren - aber Gespräche, die aufrütteln und weiterhelfen wollten, sind ohne Konsequenz geblieben und noch deutlichere Worte finden ist irgendwie auch schwierig, weil ich eben nicht weiß, ob ich mir damit meine eigene Grube schaufele. Eine Führungskraft, die ohnehin schon sehr durch Unsicherheit geprägt und für eine Führungsrolle eigentlich nicht gemacht ist, sehr deutlich auf ihre Defizite anzusprechen, kann helfen, aber auch nach hinten losgehen. Ich kann nichts tun. Nur versuchen mich so umzupolen, dass mir das alles hier irgendwann egal ist - auch wenn das weder meinem Anspruch noch meinem Wesen entspricht. Und aller Voraussicht nach auch nicht gelingen wird. Ätzend. Energieraubend. Frustrierend. Genug davon.
Ich war vier Tage in Vorher-Stadt. Habe meine mir liebsten Menschen getroffen, tolle Gespräche geführt und viel zu wenig geschlafen. Gelacht und mich richtig wohlgefühlt in meiner Haut. Irgendwie fühle ich mich menschlich total zu Hause dort. War in der alten Abteilung zu Besuch und es gab ein großes Hallo. Und Wehmut. Beruflich war das einfach meine beste Zeit. Wohnen wollte ich zurzeit in der Vorher-Stadt aber nicht mehr. Mag das Großstadtfeeling, das ich hier jetzt um mich habe. Auch eine interessante Erkenntnis. Mein Herz ist also irgendwie noch dort - beruflich und menschlich - aber meine Wunsch-Wohn-Heimat ists nicht mehr.
Was vielleicht auch am Herzbuben liegt? In Zusammenfassung erzählt waren meine Freundinnen dort total begeistert davon, wie sich das anhört. Und ich sehe das aus der Distanz betrachtet auch so. Wenn da nur nicht immer diese tiefe Verunsicherung in mir drin wäre, die aus mir selbst heraus kommt und so überhaupt gar nichts mit ihm zu tun hat. Die Knotenlöser-Suche muss dringend intensiviert werden. Ich möchte mich wieder gut fühlen, auch in einer Beziehung zu einem Mann. Im Singleleben war das so einfach - ich stelle fest, dass es immer wieder die Beziehung zu Männern ist, die mich extrem auf mich zurückwirft. Solange ich Single war, steckte ich in einer Komfortzone, in der die schmerzhaften Bereiche einfach nicht berührt wurden. Da war kein Leidensdruck, da gab es keine Grenzen, an die ich gestoßen bin. In der Beziehung zu C. hatte ich sehr viel dazugelernt und mich zuletzt - zumindest in dem Punkt - wohlgefühlt, es war aber ein langer, steiniger und schmerzhafter Weg, zu mir und meinen Bedürfnissen zu stehen. Und jetzt stehe ich mit einem neuen Mann wieder bei Null. In diesem Bereich ticke ich so viel anders, als in Freundschaften, Bekanntschaften, im Beruf. Nur die enge Familie ist noch ein Bereich, der für mich mit viel Verunsicherung und es-den-anderen-rechtmachen und nicht-für-mich-einstehen-können geprägt ist. Als ich einer guten Freundin erzählte, wie unwohl ich mich mit meiner Gefallsucht und den Zweifeln und Ängsten fühle und wie oft ich da neben mir stehe und mich wundere, was da aus meinem Mund kommt oder eben überhaupt nicht rauswill, war sie total überrascht, weil sie mich so überhaupt nicht kennt. Und weil mir diese Gefühle nicht neu sind, sondern immer wieder auftauchen, sobald ein Mann in mein Leben tritt, der für mich auf diese Art interessant ist, möchte ich da doch nochmal mit professioneller Hilfe ran.
Von nyx am 17.02.2012 - 09:58 Uhr Das klingt echt anstrengend mit deiner Arbeit.... Ich erlebe hier ähnliche DInge und wir haben auch so einen Abteilungsleiter ohne Führungsqualitäten. Wir arbeiten jetzt in mehreren Stufen daran ihn weiter zu entwickeln. Aber wenn das Vertrauen im Team erstmal weg ist, kämpft man auf verlorenem Posten. Macht wirklich kein Spass....
Und eine wirkliche Lösung haben wir dafür auch noch nicht gefunden.
Schön, wenn wenigstens im Privatleben alles ein wenig harmonischer ist und einen Ausgleich bildet, oder? :-)
Alles Liebe
Nyx
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lilie Schon mehrere Sätze habe ich begonnen, u...
Glückstag heute Heute hab ich echt einen Glückstag gehab...
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